Mit der Entstehung des pfalzweiten Kneipp-Wanderweges und der Anbindung an die Region
Dahner Felsenland sollte auch der Kurpark unserer Stadt stärker in die Kneippidee
eingebunden werden. Die Stadt Dahn verfügte bereits mit der Kneipp-Anlage in der
Schillerstrasse (seit 1967) und der Kneipp-Anlage im Gerstelpark über zwei Anlagen,
in denen die Bevölkerung Wassertreten und Armbaden praktizieren konnte.
Im Kurpark in östlicher Richtung vom Haus des Gastes sollte links neben dem Elwetritsche
Brunnen des Dahner Bildhauers und Malers Richard Lenhard ein Kneipp-Armbecken entstehen
und rechts davon in leichter Hanglage ein
Kräutergarten angelegt werden. Neben der Wasser-, Bewegungs-, Ordnungs- und Ernährungstherapie
ist die Pflanzenheilkunde od. Phytotherapie eine der 5 Fundamente der Gesundheitslehre
von Pfarrer Sebastian Kneipp.
Die Nutzung von Pflanzen als Heilmittel ist so alt wie die Menschheit selbst. Archäologische
Funde belegen die Anwendung von Arzneipflanzen seit der Steinzeit. Auch in den Schriften
der Antike finden sich umfassende Angaben zu Arzneipflanzen und ihren vielfältigen
Anwendungsgebieten. Bis heute genießt die Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen hohes
Ansehen in medizinischen Fachkreisen und in der Bevölkerung. Gerade in der Bevölkerung
hat das Interesse an Heilpflanzen und nach seriöser Information dazu zugenommen.
Die Arzneipflanzen- und Kräutergärten können in Europa auf eine lange Tradition zurückblicken.
Bereits 825 legte der Abt Walahfrid Strabo im
Benediktinerkloster auf der Insel Reichenau einen Arzneipflanzengarten an, der bis
heute existiert. Seit der Renaissance sind auch reine Lehr und Schaugärten bekannt.
Die Stadt Dahn stand der Idee des Kneipp-Verein Dahn von Anfang an positiv gegenüber.
Während das Kneipp-Armbecken vom Kneipp-Verein errichtet und später kostenlos an
die Stadt Dahn übertragen wurde, sollte Planung und Errichtung des Kräutergartens
von Anfang an in Händen der Stadt bleiben und vom Bauamt der Verbandsgemeinde fachlich
begleitet werden. Planung und Bauleitung oblag Frau Dipl. Ing. Helga Berger vom Planungsbüro
Stadt und Natur in Klingenmünster..